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Kalender A4 297x210 Web5Deine Kleidung hat eine Geschichte!

Der überwiegende Teil der weltweit gehandelten Bekleidung wird in Asien hergestellt. Während die Bekleidungs- und Sportartikelindustrie Gewinne in Milliardenhöhe einfahren, müssen vorwiegend Frauen als Näherinnen mit einem viel zu geringen Mindestlohn für sich und ihre Familien ihr Auskommen finden. Hinzu kommen meist überlange Arbeitszeiten, unzureichende Sicherheitsstandards und regelmäßige Kinder- und Zwangsarbeit. Zurecht setzen sich vielerorts gemeinnützige Organisationen für "saubere Kleidung" ein und fordern fairen Handel und faire Arbeitsbedingungen.

Demgegenüber steht die breite Masse an Konsumenten, die heute ähnlich wie bei Lebensmitteln, vor allem billig kauft und das vorherrschende Prinzip der "Fast Fashion" fördert. Viele Menschen tragen ihre Kleider nur ein paar Mal, dann muss etwas Neues her – weil die Mode sich geändert hat oder die Teile schlicht kaputt sind!

Um der Wegwerfgesellschaft und der Ausbeutung von Mensch und Natur in sogenannten Entwicklungsländern entschlossen entgegenzutreten braucht es im Grunde nur zwei Dinge: einerseits das Bekenntnis zu nachhaltig produzierter Kleidung und "bewusstem Konsum" und andererseits der Entschluss hin zu "weniger Konsum" und "Wiederverwertung".

Du als Konsument hast die Macht - nütze diese Macht!

Wie kann ich das Leben meiner Kleidungsstücke verlängern?

Nichts wechselt so häufig wie die Mode, daher beginnt die erste Überlegung damit, jene Kleidung, die du bereits besitzt, nicht gleich wegzuwerfen, wenn du ihr überdrüssig geworden bist. Um erfolgreich aus der Wegwerfgesellschaft auszubrechen, kann man seine eigenen Kleidungsstücke entweder länger tragen, sie bei sogenannten "Swap-Parties" in Form von "Alt gegen Alt" tauschen oder sie bei einem Secondhandladen um die Ecke abgeben oder verkaufen. Natürlich hängt die Lebenserwartung von Kleidungsstücken auch immer von deren Beanspruchung und Pflege ab. Je mehr du auf deine Kleidung achtest, desto länger kannst du sie verwenden. Im Hinblick auf die eigene Vewendung solltest du immer im Hinterkopf behalten, dass man aus alten Klamotten im Handumdrehen durch sogenanntes "Upcycling" neue trendige Klamotten zaubern kann. Das Schöne hinter "Upcycling" ist, dass man alten Ressourcen wie beispielsweise Kleidungsstücken einen höheren Wert zuführt, in dem man sie durch Innovation oder Personalisierung neuen Verwendungsmöglichkeiten zuführt!

Wer produziert "saubere" und nachhaltige Kleidung in Österreich?

Heutzutage gibt es auch in Österreich jede Menge Alternativen zu den herkömmlichen Kleidungsangeboten und - herstellern. Die österreichische Initiative "die umweltberatung" hat auf Ihrer Seite eine beachtliche Sammlung an Bezugsquellen recherchiert, zusammengefasst und sogar noch Postleihzahl sortiert. Darüber hinaus versichert die "die umweltberatung", dass die von Ihnen geprüften Läden (teilweise) Produkte führen, die "entweder aus kontrolliert biologischen Rohstoffen, Fairtrade, Wear Fair Foundation (FWF) oder Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert" sind, "aus Recyclingmaterialien" bestehen, "keinen [Sic] tierischen Produkte (wie z.B Daunen oder Leder)" enthalten, und ihre Fertigung "überwiegend in Österreich" stattfindet oder es sich um "Second-Hand"-Ware handelt (www.umweltberatung.at).

Lehrvideo - Echte Kosten unseres Konsums

 

Quellen-Nachweis:

1) http://www.umweltberatung.at/einkaufsquellen-fuer-oekotextilien - Abgerufen am 12.11.2016: Umfassendes Angebot für Information und Bildung zum vorsorgenden Umweltschutz für Privatpersonen, Bildungseinrichtungen, Betriebe und Verwaltungseinrichtungen.

2) edeos- digital education - Bildung und Informationsvermittlung durch möglichst barrierefreie, didaktisch fundierte und zielgruppenorientiert Inhalte und Produkte: Creative Commons Lizenz CC-BY-SA - "Die originalen Inhalte wurden durch zusätzliche Informationen ergänzt und adaptiert."